Kunst im Foyer

ein junger Mann mit Kopfhörern auf dem Kopf und Handy in der Hand lehnt an einer Hauswand. Auf der anderen Seite hängt ein Porträt von Che Guevara

In der Ausstellung, die bis zum 20. Januar 2019 im Saal- und Kammerfoyer des neuen theaters zu sehen ist, zeigt der Fotograf Falk Wenzel Bilder, die auf Reisen entstanden sind, aber mit den klassischen Urlaubsfotos wenig gemein haben.

 Sein Blick auf fremde Kulturen und Landschaften ist immer ein serieller, thematisch gebunden durch eine Idee oder Faszination. Die Bildserien reichen vom zwanzigminütigen Fotografie-Stakkato während einer Fahrt mit der Rikscha bis hin zu Bildern von neuseeländischen Rugbyplätzen, die während einer mehrmonatigen Reise durch das Land eine ungeahnte Anziehungskraft auf Falk Wenzel ausübten. Die Zusammenstellung so unterschiedlicher Motive ermöglicht einen guten Einblick in Seh- und Arbeitsweisen des Künstlers, wenn er abseits der Auftragsfotografie und ohne den Blick auf die Vermarktungsfähigkeit von Bildern zu gänzlich anderen Ergebnissen kommt, als die, die man von ihm beispielsweise als Theaterfotograf kennt.

Falk Wenzel reist ohne konkreten Auftrag oder eine Vorstellung, ob und was er fotografieren möchte. Er sucht nicht nach Themen oder Motiven, sondern wartet auf den Moment der „Erweckung“, der Inspiration, um dann auf seine Art darauf zu reagieren. Bleibt dieser Impuls aus oder sieht er nichts Spannendes, was er dauerhaft in Bilder übersetzen möchte, bleibt die Kamera während des Urlaubs im Gepäck.

Der Flut an Bildern noch weitere hinzuzufügen, ist im Zeitalter der digitalen Fotografie ein Leichtes. Gerade deshalb sind es bewusste Entscheidungen, die für Wenzel zu neuen „zeigbaren“ Bildern führen.